Geschichte
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Angefangen hat alles im Hinterraum eines seinerzeit nicht unbekannten Musikclubs in Berlin in der guten alten Zeit (als wir noch die Mauer hatten also). Der Betreiber des Clubs gab sich als bekennender Rheinländer mit Hang zu Skat, Altbier und Punkrock zu erkennen und fand in einem der weniger schmierigen Vertreter der anwesenden Journaille einen Seelenverwandten. Als Dritter im Bunde gesellte sich der Inhaber eines nahegelegenen Plattenladens dazu, der immerhin in Bochum aufgewachsen ist. Als vierter Mann oder sogenannter Pissjunge wurde der Gatte einer extrovertierten älteren Dame rekrutiert, die damals als bunt gefärbtes Szene-Aushängeschild bekannt war. (Was übrigens besagten Club-Betreiber nicht davon abhielt, sich mit ihr über die Frage zu überwerfen, ob sie den Skatspielern nicht im unbekleideten Zustand Schnittchen servieren wolle ...). Bedingt durch längere Reisen des Pissjungen folgte eine Phase mit Auswechselspielern. Wir haben es sogar mit einer Frau und einem Ossi probiert (wobei die Frau dem Ossi überlegen war). In dieser Zeit gelang es uns auch, dem deutschen Radio eine Sternstunde zu bescheren: Wir spielten live und für begeisterte Zuhörer in Radio Fritz! Leider hat Moderator MC Lücke die eingesandte Damenunterwäsche für sich behalten (Trotzdem Respekt, Alter! Das hat sich seitdem keiner mehr getraut!)
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Nach einer längeren Phase der personalpolitischen Irrwege (es durfte sogar ein Anwalt mitspielen!) gelang kurz vor Ende des letzten Jahrhunderts dann ein echter Rekrutierungscoup. Zum einen wurde ein charmanter, gut aussehender Vertriebsmitarbeiter einer Plattenfirma gewonnen, die so ähnlich heißt wie ein Wursthersteller im Billigsegment. Der junge Mann trinkt zwar immer so was Komisches, von dem nur er behauptet, es sei Bier, schreit orgiastisch, wenn Schalke 05 eins der seltenen Tore schießt, zeigt sich aber durchaus lernwillig. Seine bisweilen unorthodoxe Spielweise versetzt den Rest der Runde immer wieder in Erstaunen und füllt die gemeinsame Skatkasse. Zum anderen konnte ein aufstrebender Computer-Frickler gewonnen werden, der die Runde mit Betriebssystemwitzen ergötzt, wenn der Plattenhändler beim Mischen resp. Reizen mal wieder nicht zu Potte kommt. Da dies öfter passiert, kann man uns da mittlerweile nichts mehr vormachen. In dieser konsolidierten Konstellation scheint auch erstmals ein seriöser Anlauf möglich, die verknöcherte, reaktionäre Spielweise des Deutschen Skatverbands als herrschendes Dogma abzulösen. Stay tuned, wir arbeiten daran, mehr Spaß in den Skat zu bringen (und umgekehrt!)
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